Kostenloses Aktiendepot: vergleichen, finden, anlegen!

Mann mit Online AktiendepotFür Privatanleger ist ein kostenloses Online Aktiendepot der Schlüssel zum Börsenhandel. Es ist das Zentrum aller Handelsaktivitäten und sollte daher sorgfältig ausgewählt werden.

So finden Sie einen Broker, der am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Was ist ein Aktiendepot?

Wer an der Börse handeln möchte, kommt an einem Aktiendepot nicht vorbei. Mit einem Girokonto können Sie keine Aktien kaufen. Dafür benötigen Sie ein Depot, das im Prinzip ein „Aktienkonto“ darstellt. Hier verwalten Sie alle Transaktionen – an der Börse sind das Käufe oder Verkäufe von Aktien.

Ein Aktiendepot können Sie mit einem Geldkonto vergleichen, mit einer kleinen Ausnahme: Auf diesem Depotkonto befinden sich vorwiegend Aktien.

Die Aktien werden im Depot verwahrt, man bekommt sie niemals zu Gesicht. Früher waren Papieraktien üblich, heute werden sie nur noch in elektronischer Form gehandelt. Wer in ein bestimmtes Unternehmen investieren möchte, benötigt zwingend ein Aktiendepot. Neben Aktien können Sie auch Anleihen, Fonds, Zertifikate oder andere Finanzprodukte kaufen – abhängig von Ihrer Anlagestrategie.

Online-Broker sind etwas für Anleger, die eigene Entscheidungen treffen möchten. Der Kunde handelt selbstständig und verzichtet auf einen Finanzberater. Dafür erspart er sich das Risiko, unnötig hohe Gebühren für einen hauseigenen Fonds zu zahlen.

Überblick der Leistungen

Ein Online Aktiendepot ist für jeden geeignet, der mit Aktien handeln möchte. Da der Gesetzgeber die volle Geschäftsfähigkeit voraussetzt, müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Einige Banken bieten auch Depots für Minderjährige ab 16 an, die so ihre ersten Erfahrungen sammeln können.

Ein Depotkonto kann bei Ihrer Hausbank oder im Internet bei einem Online-Broker eröffnet werden.

Die Leistungen können enorm voneinander abweichen. Es kommt darauf, was Sie mit Ihrem Aktiendepot vorhaben. Das kann im Leistungsumfang eines Online Aktiendepots enthalten sein:

  • schnelle Orderausführung
  • Handelsplätze (z. B. Frankfurt, Stuttgart, Xetra)
  • direkter Auslandshandel
  • Tools zur Chartanalyse
  • Preisalarm (man erhält eine SMS, wenn eine Aktie einen bestimmten Wert erreicht)
  • wichtigste Kenndaten eines Unternehmens
  • Orderarten und Orderzusätze (z. B. Stop-Loss, Trailing-Stop-Loss)
  • Live-News
  • Marktanalysen von Experten
  • Webinare

Wirbt ein Broker mit dem kompletten Leistungspaket, ist das für den Kunden meistens teurer. Hier müssen Sie sich fragen, ob Sie alle Leistungen wirklich benötigen.

Die Handelsstrategie bestimmt, wie umfangreich das Leistungspaket zu sein hat.

Wer eine Investition von 10.000 Euro tätigen möchte, braucht keine täglichen Marktanalysen. Die Aktien sollen 10 bis 15 Jahre ruhen und in der Zeit eine hohe Rendite erwirtschaften. Für solch einen Anleger kommt es darauf an, dass keine unnötigen Gebühren anfallen. Anders sieht es aus, wenn Sie mehrmals pro Woche handeln. Hier zahlt es sich aus, immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Einige Anleger treffen ihre Entscheidungen anhand der charttechnischen Analyse. Verfügt der Broker über eine professionelle Software, kann das ausschlaggebend sein. Das gilt auch für fundamental oder newstechnisch orientierte Investoren. Ein Aktiendepot mit einer kompetenten Aufbereitung der Unternehmensdaten sammelt viele Pluspunkte.

Lohnt sich ein Depotvergleich?

Der Markt für kostnelose Online Aktiendepots ist hart umkämpft. Die einzelnen Anbieter sind darum bemüht, neue Kunden zu werben – was Ihnen zugute kommt:

Mit einem Vergleich können Sie erfolgreich Geld sparen!

Das geschieht über günstige Orderkosten oder mögliche Wechselprämien. Die Preise für einen Aktienkauf können sich um das 2- bis 3-fache voneinander unterscheiden – und das bei „simplen“ Aktienkäufen in Deutschland. Wer direkt im Ausland wie etwa an der Nasdaq handeln möchte, hat ein noch höheres Sparpotential. Zudem bieten einige Broker gratis Chartprogramme oder Fundamentaldaten an, die besser als manch kostenpflichtiges Angebot sind.

Checkliste: Daten und Konditionen

  1. Ordergebühren
  2. Grundgebühren
  3. Änderungen und Streichungen
  4. Verfügt der Online-Broker über den gewünschten Funktionsumfang? (z. B. Stop-Loss-Limit)
  5. Inaktivitätsgebühren
  6. Tagesgeld

Diese sechs Punkte sind für die Brokerwahl entscheidend. Viele Broker werben mit einer kostenlosen Grundgebühr, die in der Branche praktisch Standard ist. Anders verhält es sich bei den Hausbanken, die in der Regel deutlich teurer sind. Die Konditionen fallen zum Nachteil des Verbrauchers aus.

Fokussieren Sie sich auf die Ordergebühren:

  • Wie hoch ist das Minimum und das Maximum?
  • Gibt es „Free Trade Aktionen“?
  • Kostet es was, eine Order zu löschen oder zu bearbeiten?

Einige Online Broker bieten einen Festpreis unabhängig vom Ordervolumen an. Damit können Sie bei großen Transaktionen viel Geld sparen.

Tipp: Rechnen Sie sich die Ordergebühren für ein ganzes Kalenderjahr aus. Es können mitunter drei- bis vierstellige Summen sein, die Sie mit einem Depotvergleich einsparen.

Was zeichnet einen guten Online-Broker aus?

Gebühren:

Ein seriöser Anbieter hat ein klares Gebührensystem. Sie können bequem nachrechnen, wie viel eine Order kostet. Es ist ein telefonischer Support vorhanden, der zu den Handelszeiten durchgehend besetzt ist. So können Sie auch bei technischen Schwierigkeiten einen Aktienkauf oder -verkauf tätigen.

Sicherheit:

Der Online Broker sollte Fragen in deutscher Sprache beantworten können. Sonst könnte sich die Kommunikation als kompliziert erweisen. Ein deutscher Anbieter hat einige Vorteile: Die Anlagesumme ist über den Einlagensicherungsfonds bis zu einer Summe von 100.000 Euro abgesichert. Innerhalb der EU ist diese Summe gesetzlich vorgeschrieben. So sichert die französische Einlagensicherung ebenfalls Beträge in gleicher Höhe ab.

Sicherheit muss höchste Priorität genießen.

Das gilt für Kundengelder als auch für Transaktionen als solche. Ein Online-Broker, der nur beim Einloggen nach einem Passwort verlangt, hat einen niedrigen Sicherheitsstandard. Wenn Sie eine Order aufgeben, sollte der Anbieter wenigstens nach einer TAN fragen.

Plattform:

Natürlich sollte man die Oberfläche nicht außer Acht lassen. Sie muss möglichst leicht zu bedienen sein und einen guten Überblick über alle Investments bieten. Wie man einen Kauf tätigt, erklärt sich quasi von selbst. Dabei stehen dem Anleger einige Optionen offen:

  • mehrere Handelsplätze
  • außerbörslicher Handel
  • verschiedene Ordertypen

Viele Online-Broker bieten ihren Kunden mobile Apps für den Handel via Smartphone oder Tablet an. Damit können Sie sogar unterwegs auf Marktschwankungen reagieren.

Tagesgeld:

Es ist von Vorteil, wenn das „überschüssige“ Geld sinnvoll verzinst wird – so wird das Aktiendepot zum Tagesgeldkonto. Anleger mit hohen Cash-Quoten profitieren von dieser Leistung. An der Börse gibt es nun mal Phasen, in denen man das Geld liegen lässt und auf einen geeigneten Einstieg wartet.

Hausbank oder eine kostenloses Online Aktiendepot?

Trader vor SkylineEinige Anleger möchten es sich möglichst einfach machen. „Die Hausbank hat doch auch Aktiendepots!“ Das ist in Ordnung, verursacht aber zusätzliche Kosten. In der Regel ist es besser, das Aktiendepot kostenlos online über einen spezialisierten Anbieter zu verwalten.

Die meisten Hausbanken verlangen deutlich höhere Gebühren für schlechtere Leistungen. Häufig wird eine Order nur über das Telefon angenommen, was inakzeptabel ist. Da sich die Kurse alle paar Sekunden ändern, ist es besser, den Einstieg selber zu timen. Manchmal kann nur zu bestimmten Uhrzeiten gekauft oder verkauft werden, was ebenfalls zu Ihrem Nachteil ist. Für den Telefonhandel fallen vergleichsweise hohe Kosten an, obwohl er keine Vorteile bietet – eher im Gegenteil:

Wer eine Transaktion selber durchführt, kann auf Marktschwankungen besser reagieren.

Zudem müssen Sie nicht darauf warten, bis ein freier Mitarbeiter verfügbar ist. Im Internet ist eine Order mit wenigen Klicks abgeschlossen. Bei Bedarf können Sie den telefonischen Support kontaktieren, der sich um Ihre Frage kümmert. Darüber hinaus bietet jeder Online-Broker die Option, eine Order per Telefon durchzuführen. So sind Sie auch im Notfall abgesichert, falls es Probleme mit der Plattform geben sollte.

Im Internet fällt das Tagesgeld höher aus als bei der Hausbank. Da die Online-Broker auf regionale Filialen verzichten, können sie diese Ersparnisse in Form von besseren Konditionen an den Kunden weitergeben.

Wahlhilfe: 5 Fragen zum Online Aktiendepot

1. Wie sind die Konditionen?

Bei der Wahl des Aktiendepots sollten Sie die Gebühren genau unter die Lupe nehmen. Bestenfalls verzichtet der Broker auf eine Grundgebühr und überzeugt mit günstigen Transaktionskosten. Die minimalen und maximalen Ordergebühren sollten möglichst niedrig ausfallen. Kosten Änderungen oder Streichungen extra? Attraktive Zinsen aufs Tagesgeld runden einen guten Online-Broker ab.

2. Was ist meine Aktienstrategie?

Wer viel handelt, profitiert von niedrigen Orderkosten. Zudem ist es hilfreich, wenn der Broker hilfreiche Tools anbietet. Das können charttechnische Programme oder lehrreiche Online-Seminare sein. Einige Anbieter werben mit wertvollen Expertenmeinungen, die ebenfalls weiterhelfen können. Ob ein Angebot für Sie von Interesse ist, hängt von Ihrer Anlagestrategie ab.

3. Ist mir Tagesgeld wichtig?

Einige Anleger möchten nur eine bestimmte Summe auf ihr Aktiendepot transferieren. Das Geld soll sofort in Aktien angelegt werden und über die Jahre eine möglichst hohe Rendite abwerfen. Das geschieht über Kursgewinne und Dividende. Wer eine solche Strategie pflegt, muss nicht aufs Tagesgeld achten. Hier sind die reinen Ordergebühren deutlich wichtiger. Anleger, die gelegentlich Geld auf ihrem Aktienkonto „parken“, profitieren von hohen Zinsen.

4. Welche Orderarten werden angeboten?

Ein Limit ist für den Aktienkauf essenziell, was auch für die Stop-Loss-Order gilt. Es ist nützlich bestimmen zu können, wann eine Aktie gekauft oder verkauft werden soll – ohne dass Sie den ganzen Tag vor Ihrem Rechner verbringen müssen.

5. Wie sicher ist mein Depot?

Achten Sie auf die Einhaltung gängiger Sicherheitsrichtlinien. Zudem sollte das Geld über die Einlagensicherung abgesichert sein. So sind Ihre Aktien und Cashbestände auch bei heftigen Marktschwankungen optimal geschützt.

Fazit

Man muss kein Finanzexperte sein, um sein Geld in Aktien anzulegen. Dennoch ist es ganz hilfreich, sich vorher ein solides Wissen anzueignen. Wie tief die Kenntnisse sein sollen, ist von der Art der gewünschten Finanzanlage abhängig. Viele Online-Broker helfen ihren Kunden mit lehrreichen Webinaren weiter. Hier kann man dem Kursleiter eigene Fragen stellen.

Das Online Aktiendepot und seine Vorteile

  • schnelle Orderausführung
  • geringe Kosten
  • (fast) immer kostenlose Grundgebühr
  • hohe Transparenz
  • große Auswahl an Online Brokern
  • Apps für mobilen Handel

…und seine Nachteile

  • mehr Eigenverantwortung
  • höherer Aufwand
  • keine Anlageberatung

Die Nachteile laufen alle auf den Punkt „Beratung“ hinaus. Der Anleger muss seine Käufe und Verkäufe selber tätigen und trägt eine höhere Verantwortung. Dafür wird er mit niedrigen Gebühren belohnt und kann seriösen Aktienhandel betreiben, den das Online Aktiendepot ermöglicht.